Acker: Wir müssen uns alles hart erkämpfen

Spiel des Tages: Tabellenführer TuS Wachenheim empfängt morgen Rot-Weiss Seebach II zum Spitzenduell in der B-Klasse

Von Thomas Leimert

Das Spitzenspiel des elften Spieltages der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord steigt am Sonntag, 15 Uhr, im Wachenheimer Stadion „Am alten Galgen". Spitzenreiter TuS erwartet den nur drei Punkte schlechter postierten Tabellenfünften Rot-Weiss Seebach II zum Derby.

Rheinpfalz 245 20171021 Michael AckerTrotz Platz eins hält Wachenheims Trainer Michael Acker sein Team nicht für eine Spitzenmannschaft und begründet dies so: „Wir kommen über Kampf, Einsatz, Wille, taktische Disziplin, Laufbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit. Aber wir müssen uns alles hart erkämpfen, weil die spielerische Leichtigkeit fehlt." Das mag klagen auf hohem Niveau sein, denn zumindest in einem Punkt lässt der TuS Fortschritte erkennen. Nach wie vor tut sich Wachenheim gegen Kellerkinder schwer, doch inzwischen stimmen die Ergebnisse wie der 5:3-Erfolg beim VfB Iggelheim II belegt.Diese Weiterentwicklung hat der Coach noch auf einem anderen Gebiet festgestellt. „Die Mannschaft ist in der Lage, während des Spiels das System zu wechseln. Sie setzt die Anweisungen prima um", freut sich Acker. Jetzt gelte es Konstanz in die Leistungen zu bringen, dann könnte der TuS längere Zeit in der Spitzengruppe bleiben.

„Für mich ist nach wie vor Otterstadt der Favorit auf dem Titel. Aber wir wollen da sein, wenn andere Mannschaften schwächeln. Und weil die Wachenheimer derzeit Erfolg haben, ist auch das Betriebsklima super. „Die, die auf der Bank sitzen, bleiben ruhig, was auch mit dem Ergebnissen zusammenhängt", sagt der Trainer. Diese Bank dürfte weiter gut gefüllt sein, denn der TuS ist komplett. Vielleicht kommt der in Bayreuth studierende Innenverteidiger Vincent Anton noch dazu.

Die Derbys gegen Wachenheim sind für die Seebacher immer Höhepunkte der Saison. „Wir sind bis jetzt mit dem Auftreten unserer jungen Mannschaft sehr zufrieden. Auch wenn wir in einigen Partien noch Lehrgeld bezahlt haben und dazulernen müssen", sagt der Seebacher Betreuer Stefan Brodhag. Er glaubt, dass etwas zusammenwächst, wenn der Verein es schafft, die Truppe zusammenzuhalten.

Das Team spiele phasenweise einen attraktiven Fußball, habe aber ein Manko: Vor dem Tor sind die Rot-Weissen nicht kaltschnäuzig genug. „Die Entwicklung von Lasse Peper ist im Moment hervorzuheben. Spielerisch war er schon immer gut, nun hat er sich auch im Zweikampfverhalten enorm verbessert und übernimmt innerhalb der Mannschaft Verantwortung", lobt Brodhag den 20-jährigen schlaksigen Stürmer, der Rot-Weiss als Kapitän auf den Platz führt. Mit Marco Parisi ist ein Akteur zurückgekehrt, der dem Team in allen Belangen guttut.

„Er ist spielerisch und taktisch sehr weit. Wille und Leistungsbereitschaft sind stark ausgeprägt", charakterisiert der Betreuer. Für die Spielertrainer Sven Borgwardt, Jochen Klein und Jan Orth ist es Neuland, für ein Erwachsenenteam Verantwortung zu tragen. „Man sieht an den Leistungen, die die Mannschaft bringt, dass wir da keinen Fehler gemacht haben", betont Brodhag. Die Partie am Sonntag werde ein Spiel zweier junger Teams, die derzeit noch in der Entwicklung stecken.


Tagestipp
Wachenheims Trainer Michael Acker 2:0
Seebachs Betreuer Stefan Brodhag 1:2
RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 3:3

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung Ausgabe: Nr.245 Datum: Samstag, den 21. Oktober 2017 Seite: Nr.15

 

 

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