Sahnetag für Wachenheimer

TuS geht als Sieger aus dem Derby gegen TTC Bad Dürkheim hervor

Von Jochen Willner

Rheinpfalz 20170502 RotterWachenheim. Die Überraschung zum Abschluss der Saison: Erstmals seit Jahren schaffte die TuS Wachenheim wieder einen Sieg im Tischtennis-Derby in der Bezirksklasse Süd gegen den TTC Bad Dürkheim. Jens Rotter und Wolfgang Muhrer steuerten zum 9:6-Erfolg jeweils drei Punkte bei. Damit landete Wachenheim in der Liga mit 22:22 auf Platz fünf und Bad Dürkheim mit 19:25 Zählern auf dem neunten Rang.
Dass die TuS Wachenheim diesmal nichts mit dem Abstieg in der Tischtennis-Bezirksklasse zu tun hatte, hat sie Jens Rotter zu verdanken. Die Mannschaft konnte sich in dieser Saison auf ihn verlassen. Der 44 Jahre alte Physiotherapeut, der seit einigen Jahren in Wachenheim lebt und in jüngeren Jahren in seiner früheren Heimat hochklassig spielte, stand in acht von zwölf Partien an der Platte und verhalf seinem Team zu manchem zusätzlichen Punkt.Gerade im Schlussdoppel erwies sich Rotter an der Seite von Oliver Hasieber als wertvolle Stütze. Allein fünf von sechs Partien, die erst in der letzten Begegnung entschieden wurden, sicherten sich Rotter und Hasieber nicht nur den Sieg, sondern auch die nötigen Zähler. Einen starken Auftritt hatte er auch im Derby gegen den TTC Bad Dürkheim, der auf den an Nummer vier gesetzten Walter Schenk verzichten musste. Er gewann sowohl das Doppel als auch seine beiden Einzel. Wolfgang Muhrer (58) stand ihm in nichts nach. Er erlebte ebenfalls einen Sahnetag. In seinem letzten Einzel gegen Thomas Rettig feierte er einen 3:0-Erfolg. Einen Sieg, den er selbst nicht erwartet hatte. „In den letzten Jahren hat es nie gereicht, umso schöner ist es jetzt zum Saisonabschluss", fand Muhrer. Im Hinspiel musste sich Wachenheim noch mit 1:9 gegen die Kurstädter geschlagen geben. Punkt 23:11 Uhr war das diesjährige Derby beendet. „Wir hatten heute noch etwas gutzumachen. Wir waren heiß auf das Derby, nachdem wir schon lange nicht mehr gegen Dürkheim gewinnen konnten", beschrieb Rotter seine Motivation. Dass es bis zum Schluss spannend bleiben würde, damit hatte er gerechnet.

Da war Thomas Rettig (TTC) anderer Meinung: „Eigentlich hatten wir uns heute nichts ausgerechnet." Nach dem Ausfall von Schenk sei das Team mit gemischten Gefühlen nach Wachenheim gekommen. Auch, weil es künftig auf Frederik Schell verzichten muss. Der an Nummer drei gesetzte Akteur wechselt berufsbedingt nach Mainz und bot mit zwei Siegen eine starke Abschiedsvorstellung. Die Niederlage im Derby konnte er trotz seiner beiden Siege aber auch nicht verhindern. Dabei musste das Schlussdoppel nicht bis zum Ende gespielt werden.

Das lag daran, dass Wachenheims Mannschaftsführer Olaf Schäfer in seinem letzten Einzel Mathias Baron, der aus der zweiten TTC-Mannschaft nachgerückt war, erst im vierten Satz mit 11:3 niederrang und das dritte Spiel zu seinen Gunsten entschied. Davor ließ Schäfer die wenigen Zuschauer zittern, nachdem er im dritten Satz noch mit 13:15 den Kürzeren zog und das vorzeitige Ende nicht herbeiführen konnte. So war das Schlussdoppel bereits im Gange: Im ersten Satz hatten Rotter/Hasieber gegen Weis/Müller mit 10:8 die Nase vorn, und im zweiten Satz führten sie mit 6:5, bis eben mit dem Sieg von Schäfer das vorzeitige Ende und der 9:6-Sieg feststand. Da hatten die Wachenheimer alllen Grund zur Freude und die nächtlicher Stunde angelieferte Pizza sowie das gekühlte Bier schmeckten noch besser.

So spielten Sie:
Rotter/Hasieber (TuS Wachenheim) – Schell/Rettig (TTC Bad Dürkheim) 3:2, Ziegler/Schäfer – Weis/Müller 1:3, Baro/Muhrer – Eymael/Baron 3:1, Rotter – Müller 3:1, Ziegler – Weis 2:3, Baro – Eymael 3:2, Hasieber – Schell 0:3, Muhrer – Baron 3:0, Schäfer – Rettig 1:3, Rotter – Weis 3:0, Ziegler – Müller 0:3, Baro – Schell 1:3, Hasieber – Eymael 3:1, Muhrer – Rettig 3:0, Schäfer – Baron 3:1.

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung Ausgabe: Nr.101 Datum: Dienstag, den 02. Mai 2017 Seite: Nr.19