Punkte liegen auf grünem Tisch

Nach Abbruch des A-Junioren-Pokalachtelfinales dürfte Wachenheim zum Sieger erklärt werden

Das Pokal-Achtelfinalspiel der A-Junioren des Kreises Rhein-Mittelhaardt zwischen dem TuS Wachenheim und dem VfB Haßloch ist beim Stand von 5:2 in der Verlängerung abgebrochen worden. Dass die Partie für die Gastgeber gewertet wird, dürfte nur Formsache sein.

„Ich glaube, Haßloch war sich seiner Sache zu sicher. Jedenfalls gab es viel Unruhe, auf dem Platz und von außen", sagte Wachenheims Trainer Andreas Heisig-Gabel. Der 55-jährige Coach und Vater von TuS-Innenverteidiger Felix Gabel hat im November das Team von Konstantin Bambakas übernommen, der aus beruflichen Gründen aufgehört habe.Francois Gördes sorgte für die überraschende 1:0-Pausenführung. Zu Beginn der zweiten Hälfte folgte dann die beste Phase des Landesligisten Haßloch. „Da haben sie stark gespielt und mit zwei Toren die Partie gedreht", erkannte Heisig-Gabel an. Doch mit dem 2:2, das Nico Schubert mit einem sehenswerten Alleingang über fast das gesamte Spielfeld erzielte, kippte das Spiel wieder zugunsten der Hausherren. Die Gäste hätten ständig reklamiert und seien auch in der Wortwahl gegen den Schiedsrichter nicht zimperlich gewesen. Das führte zu zwei Gelb-Roten Karten für VfB-Akteure. Auch Trainer und Co-Trainer von Haßloch hätten sich nicht so benommen, wie das eigentlich sein sollte.

In der Verlängerung gelang Kai Reffert das 3:2, was für die in Unterzahl spielenden Gäste der Genickbruch war. Der Georgier Irakli Bakuradze markierte in seinem ersten Spiel für Wachenheim das 4:2 und Henri Steiniger setzte den Schlusspunkt. Der VfB quittierte zwei Rote Karten und beendete die Partie zu siebt. Die brach Schiedsrichter Marcel Laque nach Auskunft von Heisig-Gabel in der Nachspielzeit der Verlängerung ab. Das könne aber die gute Leistung des Kreisliga-Siebten nicht schmälern. „Die Mannschaft, die mit drei B-Junioren aufgestockt wurde, hat eine super Leistung abgeliefert. Sie hat taktisch klug agiert, schönen Fußball gespielt, sich von der Hektik nicht anstecken lassen und völlig verdient gewonnen", bilanzierte der Coach. Er habe Haßlocher Spieler gesehen, die mit Tränen der Scham vom Feld gegangen wären. Ohne dem Sportgericht vorgreifen zu wollen, dürfte es keinen Zweifel am Einzug der Wachenheimer ins Viertelfinale geben. Dort träfe das Team auf den Landesligisten JSG Gäu.

„Der TuS Wachenheim hat mit dem Abbruch des Spieles nichts zu tun. Das war allein unser Verschulden. Deshalb habe ich mich auch beim Staffelleiter für das Verhalten von Mannschaft und Trainer entschuldigt", teilte Peter Schlegel, der Sportliche Leiter des VfB Haßloch, mit. Die Haßlocher haben sich vom Coach der A-Junioren und seinem Co-Trainer getrennt. thl/dil

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung Ausgabe: Nr.40 Datum: Donnerstag, den 16. Februar 2017 Seite: Nr.13